|
|
 |
|
Das Wetter am 11. November 2006 war sehr schön, wolkenfreier Himmel und pralle Sonne versüßte
allen die mit uns an der Vulkantour auf den
Vulkan Ätna
teilgenommen haben den Tag. Leider war
es an diesem Tag recht windig, aus diesem Grund konnte man nicht mit der Seilbahn zur Zwischenstation
La Montagnola auf 2500 Meter Höhe fahren. Wir durften direkt vom Rifugio Sapienza aus mit Mercedes Benz Unimog Geländewagen in Richtung des
zentralen Krater fahren.
|
 |
|
Auf 2500 Metern Höhe machten wir einen kleinen Zwischenstop an der Station La Montagnola von wo aus
einige erfahrene Bergsteiger und Hobby Vulkanologen ihren Fußmarsch in Richtung Torre del Filosofo starteten.
Wer keine warme Kleidung bzw. Bergschuhe dabei hatte konnte sich dort welche ausleihen.
|
|
Während der Fahrt nach oben konnte man eine grandiose Aussicht auf die gesamte Ostküste Siziliens genießen.
Der Blick reichte von Syrakus
im Südenosten bis nach
Messina
im Nordosten von Sizilien. An so schönen Tagen
wie dem unseren konnte man selbst
Kalabrien
und die südliche Küste des italienischen Festland bewundern.
In unserem Unimog waren zu 65 % deutsche, einige Schweizer, Österreicher, Italiener
und 2 japanische Touristen. Insgesamt legten wir eine 13 Kilometer lange Strecke vom
Rifugio Sapienza (1900) bis zum Torre del Filosofo (3000) zurück. Im Geländewagen hatten
gut 25 Personen platz. Die Fahrt nach oben dauerte gut 30 Minuten, war gelegentlich recht holprig und manchmal sehr steil.
|
|
Als wir auf einer Höhe von ca. 3000 Metern angekommen waren befanden wir uns in unmittelbarer
Nähe des zentralen Kraters der eine Höhe von ca. 3350 besitzt. Einige Tage zuvor gab es am zentralen Krater
ein leichtes Erdbeben das von Strombolianischen Aktivitäten begleitet wurde und dazu führte das sich ein
neuer Lavastrom vom zentralen Krater südwärts bewegte (Siehe:
News vom 6. November).
|
|
Der Geländewagenfahrer übergab uns an dieser Stelle an einen Berg - Vulkan Touristenführer
vom Gruppo Guide Alpine Etna Sud.
Wir sammelten uns und mussten hinter unserem Vulkanführer bleiben
der uns auch gleich an den neuen Lavastrom führte der sich vor einigen Tagen dort gebildet hatte.
Bereits an dieser Stelle wehte gelegentlich einwenig Schwefelgestank zu uns herüber,
die Temperatur auf 3000 Metern Höhe lag zwischen 0 und 4 Grad Celsius. Durch den starken Wind wurde
Vulkanasche bzw. Sand durch die Luft gewirbelt der nicht sonderlich angenehm war, mit einer Sonnen
bzw. Schutzbrille hätten einige Touristen gerne geliebäugelt.
|
|
Es herrschte eine lockere Stimmung die teilweise von unserem Bergführer noch angeheizt wurde als ich ihn auf 3050 Metern Höhe fragte ob man hier auch rauchen dürfe. Er lachte und sagte das ich mir die Zigarette an der heißen Lava anzünden könnte, nahm zwei kühle Lavasteine und nutzte diese um damit einen dritten noch glühenden Lavastein einzuklemmen und anzuheben.
|
|
Als ich mit der Zigarette in die Nähe des glühenden Lavabrocken kam war die Hitze so groß das man nur einige Sekunden in dessen Nähe aushalten konnte, aber als
Zigarettenanzünder ist so ein Lavabrocken wahrlich recht nützlich.
Man konnte sehr schön sehen wie sich die Gesteinsmassen bewegten und immer weiter nach Süden geschoben wurden. An einigen Stellen konnte man die glühende Lava unter dem abgekühlten Vulkangestein erblicken und die Hitze in der Nähe des Vulkanfluss war außerordentlich angenehm, insofern man nicht zu nah an den Lavastrom ging. Nach einigen Minuten bei diesen eisigen Temperaturen ist man wirklich dankbar das der Vulkanführer immer wieder kleine Pausen entlang des Lavastroms einlegte. Man muss allerdings aufpassen das man nicht zu nah an den Strom herangeht da die Hitze wirklich extrem werden kann. Im inneren der Lava werden Temperaturen von 1100° Grad erreicht sagte uns der Bergführer, das hält selbst die beste Schuhsole nicht aus.
Wir wanderten entlang des Lavastroms in Richtung zentralen Krater an dem man die flüssige Lava
herunterfließen sah sobald die Sicht mal frei war. Meistens wurde die Sicht auf den Hauptkrater
durch Asche und Schwefelwolken behindert doch gelegentlich hatte man auch freie Sicht. Wir stiegen bis
auf eine Höhe von gut 3100 Metern, der absoluten Sicherheitsgrenze die man mit einem Vulkanführer betreten darf.
Von dort aus hörte man es mächtig brummen, man könnte es mit einem Brummen von Traktor oder Bus vergleichen
aber eigentlich ist es ein eigenständiges Geräusch das einem Respekt einflößen kann. An dieser Stelle sagte
unser Vulkanführer das wir nicht lange an dieser Stelle verweilen können denn das Brummen würde auf einen
erneuten Vulkanausbruch mit Strombolianischen Aktivitäten hindeuten.
Strombolianische Aktivitäten sind Explosionen in Vulkankratern bei denen die Magma durch Gase und Druck
nach oben geschossen werden.
|
|
Solche Explosionen erreichten im Winter 2002 eine Höhe von über 800 Metern.
Die Gesteinsbrocken die dort heraus fliegen, auch Lavabomben genannt, können über 2 Kilometer weit fliegen
und sind Faust dick, gelegentlich auch Rucksack groß. Aus diesem Grund werden Vulkantouren auch nur an Tagen
genehmigt an denen es keine Strombolianischen Aktivitäten gibt.
|
|
Wir traten also den Rückzug an, ich glaub das war einigen Touristen auch sehr recht denn je näher wir dem Hauptkrater kamen desto unerträglicher waren die Schwefeldämpfe die uns in der Nase zwickten. Wir stiegen wieder in unseren Unimog und machten uns auf den Weg in Richtung Rifugio Sapienza wo die meisten ihren Leihwagen geparkt hatten.
Die gesamte Vulkantour dauerte bei uns gut 2 bis 2,5 Stunden. Man benötigt ca. 45 Minuten für die
Fahrt nach oben da wir einen Zwischenstop auf 2500 Metern Höhe gemacht haben. Für die Rückfahrt brachten
wir ca. 30 Minuten. Der Ausflug außerhalb der Geländewagen beträgt eigentlich nicht länger als 20 Minuten,
in unserem Fall wurde aber liebenswerter Weise einwenig verlängert und so konnten wir über 45 Minuten dort
oben verweilen. Solche Ausnahmen sind recht selten, da unsere Webseite aber auch in Italien bzw. Sizilien
sehr bekannt ist drückte man ein Auge zu, was allen Teilnehmern sehr gefallen hat. In der Hauptsaison bzw.
im Sommer sind solche Ausnahmen undenkbar, zu groß ist der Andrang von Touristen aus der ganzen Welt die den
Ätna mal besteigen wollen.
Die Preise steigen immer weiter
Die meisten von uns waren sehr begeistert und erfreut den richtigen Tag für eine Ätna Besteigung
gewählt zu haben. Der Preis für diese Vulkantour betrug 45 Euro pro Person (2006) und konnte direkt an der
Seilbahnstation Telecabina - Funivia dell'Etna gebucht werden. Der Preis erscheint einigen vielleicht
einwenig Hoch und das ist er auch zumal wir heute (2009) bereits bei Preisen von über 50 Euro angekommen sind, jedes Jahr
werden die Preise erhöt und wir sind der Meinung das man für soviel Geld zuwenig Vulkantour geboten bekommt.
Es ist viel empfehlenswerter eine Vulkantour bei einem privatem Vulkanführer zu buchen, da erhält man für sein Geld
wenigstens einen ganzen Tag und nebenbei noch viele Informationen.
|
|
Reisebericht Fazit
Ich persönlich konnte (2006) nach meinen eigenen Erfahrungen die Tour bestens
empfehlen und habe aus diesem Grund diesen Sizilien Vulkantour Reisebericht
geschrieben. Heute bin ich der Meinung das die Tour an der Seilbahnstation einfach zu teuer geworden ist.
Weitere Infos, Fotos und online Videos gibts in der unteren Tabelle.
|
|
|
|
Sizilien Resort - Urlaub genießen
Kommen Sie uns besuchen, direkt im Naturschutzpark Parco dell Etna am Hang des Vulkan Ätna in idyllischer Lage,
mit Restaurant, Mountainbike-Verleih, Reitausflügen, Trekkingangebot & deutscher Betreuung.
(weitere Infos hier klicken)
|
|
|
Tagestour: Vulkantour Gipfelkrater Vulkan Ätna
Gipfelkrater auf 3000 Meter Höhe, Vulkankrater Ausbruch 2002
Ochsental (Ausbruch 2006 - 2009) mit deutschem Vulkanführer.
Tourprogramm ca. 6-7 Stunden - maximal für 10 - 15 Personen.
Preis: 65 Euro pro Person - Kein Abholservice inklusive.
Weitere Informationen über die Vulkantour Gipfelkrater
|
|
|
© 2004 - 2012 Alle Texte, Fotos, Karten, sowie Design sind Urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Zustimmung der Urheber Malfitano, Giovanni & Giuseppe verwendet werden.
|
|
 |
|
|
Reiseführer |
|
|
|
|
|
|