Der Monte Pellegrino befindet sich nördlich der Stadt
Palermo
die sich bis zu seinen Hängen zieht. Der höchste Punkt auf diesem Gebirge
ist der Monte Speziale mit 913 Metern über dem Meeresspiegel.
Der Pellegrino ist eher als paläontologisches Freilichtmuseum
zu betrachten, da man dort diverse versteinerte Fossilien bewundern kann.
Aufgrund dessen wurde das Gebirge 1996 offiziell in verschiedene Naturschutzgebiete
unterteilt und man gab diesem den Namen Riserva Naturale orientata Regionale Monte Pellegrino.
Das Naturschutzgebiet umfasst eine Fläche von 1200 Hektar und ist in Zone A dem
Gesteinsmassiv und Zone B die Real Tenuta della Favorita unterteilt.
Das Gebirge beherbergt ca. 130 Grotten wovon der größte Teil Marine Grotten sind.
In der Grotte von Addaura und
Niscemi
hat man prähistorische Felsmalereien
gefunden die vom Anfang der Zivilisation auf Sizilien zeugen.
Diese aus der Steinzeit stammenden Höhlenmalereien zeigen Menschen,
Rinder sowie Pferde. Eine Höhlenmalerei in der Addaura Grotte zeigt
auch ein Ritualähnliches Motiv der Einweihung bzw. Beerdigung auf
dem 10 Männliche Personen um 2 liegende Gestalten stehen. Ob es sich
dabei um ein Totemritual handelt ist noch nicht geklärt, doch liegt
diese Erklärung sehr nahe. Der Tod war für die früheren Menschen
von sehr großer Bedeutung wie man zum Beispiel anhand der Pyramiden
in Ägypten sehr gut sehen kann. Auch hat man diverse Steinzeit Werkzeuge,
Waffen und Nutzgegenstände dort finden können,
die im Archäologischen Museum A. Salinas in Palermo zu besichtigen sind
Auf dem Monte Pellegrino befindet sich auch
das Heiligtum von Santa Rosalia der
Stadtheiligen die auch Santuzza genannt
wird.
Das sogenannte Santuario di Santa Rosalia wurde 1625
auf einer Höhe von 430 Metern über dem Meeresspiegel errichtet und kann auch heute noch besichtigt werden.
Im inneren befindet sich die Grotte wo man die Gebeine der Heiligen aufbewahrt.
Santa Rosalia
Rosalia Sinibaldi ist der richtige Name dieser
Frau die normannischer Herkunft war. Sie wurde im
Jahr 1130 n.Chr. geboren und verstarb gut 36 Jahre später im
Jahre 1166. Ihre Gebeine beerdigte man in der oben erwähnten Grotte,
um die später das Heiligtum entstanden ist. Rosalia Sinibaldi war eine
Frau aus einer Adels Familie die dem Reichtum den
Rücken kehrte und in den Bergen als Nonne den Armen
und Bedürftigen zu helfen wusste.
Die Zeit verging und die Grotte
geriet in Vergessenheit bis die Stadt Palermo rund 500 Jahre später,
im Jahr 1624 von der Pest heimgesucht wurde. Eines
Nachts träumte eine kranke Frau von ihr und am Tag darauf
erhielt ein Jäger während er durch die Berge wanderte eine
Vision, die ihm zum Eingang der Grotte führte. Die Vision
besagte das man ihre Gebeine in einem Prozessionsmarsch
durch die Stadt führen sollte und so geschah es.
Der Prozession schlossen sich alle Kranken an und
wie durch ein Wunder wurde die Pest nach wenigen Tagen
besiegt und die Menschen geheilt. Das sind schriftliche Überlieferungen
der Schriftgelehrten der Stadt
Palermo.
Seit diesem Tag ist Rosalia Sinibaldi zur
Schutzmatrone der Stadt Palermo geworden
und wird Jährlich gefeiert.
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