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Die erste Besiedelung von
Palermo
fand bereits in der Steinzeit statt. Höhlenmalerein in den Bergen des
Monte Pellegrino
können auch heute noch besichtigt werden und sind Zeugen einer viel früheren Besiedelung als die Stadtgründung durch die Phönizier.
Stadtgründung der Phönizier
Um 800 Jahre vor Christi Geburt wurde die Stadt Palermo als wichtiger Handels-Stüzpunkt der Phönizier genutzt und entwickelte eine sehr umkämpfte Geschichte in der jede Kultur ihre Spuren hinterlassen hat. Die Phönizier nannten die Stadt Ziz was für Blume stand, die Griechen hingegen nannten sie Panormos den Allhafen aufgrund der großen Bucht die man Conca dOro nennt.
Eroberung der Römer
Die Griechen scheiterten bei ihren Eroberungsversuchen und so blieben die griechischen Einflüsse in dieser Stadt aus. Die Griechen eroberten weite Teile im Osten, Süden, Südwesten und im zentralen Sizilien, den Nordwestlichen Teil konnten sie allerdings nicht in ihre Herrschaft einbinden. Während des ersten punischen Krieg war die Stadt ein Bollwerk der Karthager bis die Römer die Stadt im Jahre 254 vor Christus eroberten und sie Panormus nannten. Unter Kaiser Augustus dem Großneffen von Julius Caesar besiedelte man Palermo besonders stark und so wuchs die Stadt zu einer bedeutenden Küstenstadt heran.
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Vandalen & Byzantiner
Durch die immer häufigeren Überfälle der Vandalen ab 429 n.Chr. verlor Palermo
immer mehr an Sicherheit und an Bedeutung und viel letztendlich um 535 an Ostrom
bzw. dem Byzantinischem Reich.
Die Byzantiner machten nicht sonderlich viel aus der
Stadt, zu groß war das Reich verteilt als hätte man sich auf eine Stadt wie Palermo
konzentrieren können.
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Arabische Epoche
Im weiteren Verlauf der Geschichte folgte die Eroberung durch den Islam,
die Araber eroberten Palermo und nannten die Stadt Balerm. Um 831 n.Chr
wurde Palermo zur Hauptstadt der Emire auf Sizilien und entwickelte sich prächtig.
Die Araber brachten ein ausgefeiltes Bewässerungssystem mit und schuffen die
sogenannten arabischen Gärten oder die Salinen in
Trapani
oder
Marsala.
Endlich blühte die Küstenstadt wieder auf und erreichte durch den Anbau von Zitrus
und Orangenbäumen einen wirtschaftlichen Aufschwung. Palermo wuchs zu einer der
größten Städte im Mittelmeer heran und beherbergte über 100000 Einwohner was für
damalige Verhältnisse sehr viel war und nur von Konstantinopel und Cordoba übertroffen
wurde.
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Normannische Epoche
Doch der Lauf der Geschichte führte weiter und so drangen um 1072 die Normannen in Palermo ein die von Roger dem I geführt wurden. Die Normannen kombinierten die Einflüsse aus der byzantinischen sowie arabischen Kultur und ernannten die Stadt zum Regierungssitz von Sizilien. Die Stadt erlebte während der normannischen Epoche einen Regen Zuwachs an bedeutenden Gebäuden und entwickelte sich weiterhin besonders gut.
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Zu den besonderen Bauwerken gehört der
Normannenpalast
den man auf dem Foto sieht oder die
Kathedrale
beide gehören zu den bedeutendsten
Sehenswürdigkeiten
der sizilianischen Hauptstadt.
Nach den guten Jahren folgen die schlechten und so war es auch für die Stadt Palermo nachdem der letzte Staufer Konradin hingerichtet wurde. Die Grafschaft der Anjou ein Herzogtum aus Frankreich übernahm Sizilien unter der Leitung von Karl I.
Die Grafschaft der Anjou und die Sizilianische Vesper
Die Grafschaft der Anjou regierten allerdings nicht lange auf Sizilien denn während des Aufstand im Jahre 1282,das man Sizilianische Vesper nannte, wurden sehr viele französische Besatzer auf Sizilien ermordet. Grund für den Aufstand ist der Legende nach eine Mutter gewesen die auf der Suche nach ihrer Tochter einen Franzosen dabei erwischte wie er ihre Tochter in der Kirche von Palermo vergewaltigte. Sie lief schreiend auf die Straße und das aufgebrachte Volk sorgte für ein Massaker auf Sizilien. In den darauf folgenden Wochen wurde die gesamte Grafschaft der Anjou aus Sizilien vertrieben. Allein in der sizilianischen Hauptstadt wurden 2000 Franzosen von den Einwohnern der Stadt ermordet.
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Den Anjou folgten die Argonier aus Spanien, im Jahre 1700 endete die spanische
Herrschaft durch das einwirken der Savoia (Königshaus) und der Mithilfe der
Bourbonen (Borbonen) und Österreicher.
Alle waren nur gut um das sizilianische
Volk auszubeuten und das Volk zu verarmen. Am 21. Oktober 1860 wurde die Stadt durch
das Wirken von Garibaldi unter die Herrschaft des italienischen Königreichs
gebracht.
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Der Zweite Weltkrieg & die Mafia
Der Zweite Weltkrieg beschädigte die sizilianische Hauptstadt sehr und der
Wiederaufbau in den Folgejahren verlief sehr schleppend. Zudem übernahm die
Mafia
die Kontrolle über Palermo und regierte mit blutigen Mafiakriegen.
Palermo wurde zu einer der gefährlichsten Städte in Europa und brachte einige der
einflussreichsten Mafiabosse Siziliens hervor wie z.B.
Bernardo Provenzano
oder
Totò Riina.
Palermo konnte sich erst durch das Wirken von
Paolo Borsellino
und
Giovanni Falcone
den bekanntesten Mafiajägern Siziliens von der Kontrolle der Mafia lösen.
Der Preis dafür waren viele Menschenleben, unter anderem das der zwei Mafiajäger.
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Neuzeit
In den 90er Jahren während der Amtszeit von Leoluca Orlando Bürgermeister von
Palermo wurde der Mafia der Krieg erklärt.
Die Verbrechensstatistik ist in den
letzten Jahren so weit gesunken das Palermo Nichtmals mehr unter den 15 kriminellsten
Städte Italiens zu finden ist.
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