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Italien News - Nachrichten Archiv

02.12.2008 Pedara

Am Samstag den 29. November 2008 unternahm der 32 jähriger Hobbyfotograf Thomas Reichart aus Sindelfingen bei Stuttgart eine Vulkantour auf eigener Faust um Aufnahmen von der noch gering aktiven Eruption auf dem Vulkan Ätna (Etna) zu machen. Die Wetterbedingungen sind bereits seit ca. 2 Wochen recht kalt, ab einer Höhe von 2500 Metern konnte ich die letzten Wochen immer Schnee beobachten. Der erste Schnee war in diesem Jahr bereits am 22.09.2008 zu sehen wie ich in meiner News am selbigen Tag mitteilte, der Schnee hielt allerdings nur einige Stunden. Thomas Reichart gehörte nicht zu den Anfängern im Bereich Vulkanologie, im Gegenteil, er war ein häufiger Gast auf Sizilien und war bestens vorbereitet und trainiert.

Vulkan Ätna - Etna mit Schnee (22. September 2008)

Der Fotograf aus Sindelfingen wollte einige Aufnahmen an der Valle del Bove machen und ist wohl auf einer Eisscholle ausgerutscht und verletzte sich so schwer das er aus eigener Kraft nicht mehr in seine Unterkunft heimkehren konnte. Am selben Abend verständigte der Besitzer der Unterkunft die Polizei und meldete das ein deutscher Tourist der eine Vulkantour für diesen Tag geplant hatte nicht in die Unterkunft zurückgekehrt sei.

Am Sonntag erhielt Boris Behncke ein Mitarbeiter des INGV Catania (Italienisches Institut für Geophysik und Vulkanologie) der mit dem Fotografen befreundet gewesen ist eine SMS mit den Nachricht „Help“. Doch die Wetterbedingungen am Sonntag waren extrem schlecht und so konnte man nicht nach dem vermissten Touristen suchen. Es regnete, hagelte und ein wirklich dichter Nebel lag den gesamten Tag auf und um den Ätna, auch bei uns auf einer Höhe von 700 Metern war es den ganzen Tag nebelig und stürmisch. Am Abend gab es zudem noch ein schweres Gewitter das sich bis Montag zog.

Am Dienstag morgen den 02.12.2008 konnte man den gesamten Vormittag einen Helikopter in unserer Gegend hören, es war ein Helikopter der italienischen Marine der nach dem vermissten suchte, an der Suche beteiligten sich auch Mitglieder der nationalen Bergwacht sowie einige Truppen des Militär. Man fand den leblosen Fotografen aus Sindelfingen auf einer Höhe von 2780 Metern auf der Süd-Ost Seite des Vulkans nahe der Valle del Bove.

Thomas Reichart war kein Draufgänger, er wusste was er tat und an welche Grenzen er gehen konnte und dennoch verunglückte er tödlich. An dieser Stelle ein herzliches Beileid an die Familie.

Nicht der Vulkan, sondern der Leichtsinn tötet

Es ist wie in vielen Fällen zuvor nicht der Vulkan und die heiße Lava die tötet, viel mehr ist es der Leichtsinn der Menschen der dazu führt das immer wieder Menschen auf Bergen oder auf so hohen Vulkanen wie dem Ätna sterben.

Vulkan Ätna - Etna am Dienstag den 02.12.2008

Wir von italien-inseln.de erhalten regelmäßig Fragen zum Vulkan Ätna und zum Thema Vulkantouren und sind teilweise sehr verwundert wie sich einige Touristen die alpinistische Erfahrungen besitzen maßlos überschätzen. Immer wieder lesen wir in den Emails das man Vulkantouren auf eigener Faust in den Monaten November und Dezember plant, ohne den Vulkan zu kennen ohne die klimatischen Begebenheiten zu respektieren und zu guter letzt noch als Ein-Mann Expedition.

Persönliche Erfahrung

Vielen Leser dieser Webseite konnte ich dieses Vorhaben aus dem Kopf schlagen, doch immer wieder gibt es welche die es besser wissen wollen und nicht auf meine Warnungen hören. Im November konnte ich insgesamt 5 Menschen überzeugen ihr Vorhaben auf das kommende Jahr mit besseren Wetterbedingungen zu verlegen, ich hoffe das jene mit denen ich gesprochen habe nun verstehen wieso ich so vorsichtig bin wenn es um Vulkantouren in den kalten Monaten geht. Es ist traurig das ein Mensch sterben musste, einzig allein der Gedanke das er für seine Leidenschaft gestorben ist könnte jemanden trösten, mich jedenfalls stimmt es nachdenklich.

Fragen Sie uns, es kostet Sie nichts

Es kostet Sie nichts sich bei Leuten zu erkundigen die direkt am Vulkan Ätna leben und vielleicht mehr Erfahrung besitzen als Sie. Sie können mir (Giovanni Malfitano) jeder Zeit schreiben oder mich telefonisch erreichen um sich zu erkundigen, in den meisten Fällen habe ich eine passende Antwort und wenn ich keine finde dann sicherlich einige meiner Freunde die als aktive Vulkanführer und Vulkanologen beschäftigt sind.

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