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Zu Gast im Hochsicherheitstrakt
Das Gefängnis von Volterra in der
Provinz Pisa
die zur Region Toskana gehört ist Schauplatz einer merkwürdigen Resozialisierungsmaßnahme die kontroverse diskutiert wird. Mehrmals im Jahr findet hinter den Gefängnismauern ein mittelalterliches Fest statt bei dem die Gefängnisinsassen zu Köchen werden und normale Bürger zu Gast sein dürfen. Im Gefängnis von Volterra befinden sich nur Häftlinge die eine Mindeststrafe von 7 Jahren erhalten haben, es ist also kein Gefängnis für jene die nur kleine Delikte in ihrer Akte zu verzeichnen haben. Es handelt sich bei den Insassen um Mörder, Entführer, Mafiamitglieder und Schwerverbrecher.
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Die Gefängnisdirektorin Maria Grazia Giampiccolo leitet das Gefängnisrestaurant
in der Toskana gemeinsam mit Aktivisten der Slow Food Bewegung. Sie betrachtet das Ereignis
als Resozialisierungs- maßnahme für die Häftlinge um diese wieder auf ein normales Leben in Freiheit
vorzubereiten.
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Tatsächlich ist es so das von den 27 Teilnehmern bereits 4 wieder in Freiheit sind und dort
in der Gastronomie einen neuen Beruf gefunden haben. Die Köche die an diesem Event teilnehmen
dürfen werden von der Gefängnisleitung speziell ausgesucht, es werden nur Häftlinge zugelassen
die sich tadellos benommen haben und während ihrer Haftzeit nicht aufgefallen sind.
Nicht nur die Köche und Kellner werden genau überprüft sondern auch die Gäste, wer also das Knastrestaurant von Volterra besuchen möchte muss sich einige Wochen zuvor für einen Platz anmelden. Die Gäste werden von der italienischen Regierung genau überprüft und wer Vorstrafen in seiner Akte hat wird hier keinen Einlass erhalten. Nur Gäste die keine Vorstrafen haben dürfen hier speisen und sich von Schwerverbrechern bedienen lassen.
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Die Veranstaltung im Gefängnis Restaurant präsentiert sich im mittelalterlichen Flair, nicht nur wegen der historischen Vorgeschichte des Bauwerks. Die Insassen die an diesen Abenden servieren und Kochen dürfen tragen mittelalterliche Kleidung und das Ambiente ist mit Fackeln und Holztischen verziert.
Ein Menü in diesem etwas ausgefallenen Restaurant kostet ca. 25 bis 30 Euro, insgesamt
können zwischen 150 und 200 Besucher an diesem Event teilhaben. Die Einnahmen dieser
Abende werden für soziale Zwecke gespendet und wandern nicht in die Gefängniskasse.
Es ist nicht leicht einen Tisch für das gefängnis Restaurant zu reservieren, eine zweiwochenfrist verlangt das Gefängnis
aus Sicherheitsgründen um die Akten anzufordern und zu recherchieren ob es Vorstrafen gibt.
Allerdings sei hier gleich erwähnt das die Abende im Gefängnis von Volterra schon Monate
im voraus ausgebucht sind. Handys sind verboten und sollten am besten gleich zuhause gelassen
werden.
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Auch wenn die Sicherheitsmaßnahmen am Anfang etwas abschreckend wirken, so ist die Stimmung
während des Dinners sehr entspannt.
Das Gefängnisdinner findet 6 bis 8 mal im Jahr statt, wenn
Sie mal ein etwas anderes Abendessen erleben möchten wäre das vielleicht eine Alternative.
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© 2004 - 2012 Alle Texte, Fotos, Karten, sowie Design sind Urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Zustimmung der Urheber Malfitano, Giovanni & Giuseppe verwendet werden.
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