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Giuseppe Tomasi di Lampedusa wurde am 23. Dezember 1896 in Palermo auf Sizilien geboren. Er war der Sohn von Giulio Maria Tomasi sowie Beatrice Mastrogiovanni Tasca di Cutò, Herzog von Palma di Montechiaro und Fürst der Insel Lampedusa. Nach dem Tod seiner Schwester Stefania blieb Giuseppe ein Einzellkind.


Seine Familie galt auf Sizilien als eine der einflussreichsten während des 18. bis 19. Jahrhundert, mussten allerdings im 20. Jahrhundert viele Güter verkaufen weil sie an Einfluss verloren.

Giuseppe Tomasi war ein italienischer Schriftsteller und beschäftigte sich auch mit der Literaturwissenschaft.

Um 1911 besuchte er das liceo classico in Rom und in folge dessen in Palermo. Nach seinem Abitur lies er sich 1915 an der Universität in Rom für den Studiengang Jura einschreiben, beendete das Studium allerdings nicht und wurde ein Jahr darauf während des ersten Weltkrieg als Korporal der Artillerie im Balkan eingezogen. Während des Weltkrieg wurde er von den Österreichern in einem ungarischen Konzentrationslager gefangen gehalten. Ihm gelang die Flucht und kehrte wieder nach Sizilien zurück.

1932 heiratet er in Riga (Lettland) die Psychoanalytikerin Alexandra Wolff Stomersee die ursprünglich aus einer deutschen Adelsfamilie stammt. Sie lebten zusammen mit der Mutter von Giuseppe Tomasi in Palermo, allerdings ging das zusammenleben zwischen beiden Frauen nicht sehr lange gut und so kehrte Alexandra wieder zurück nach Lettland.

1934 stirbt sein Vater Giulio und er tritt das Erbe der Tomasi an. Einige Jahre später beginnt der zweite Weltkrieg und wird 1940 zu den Waffen gerufen, aufgrund seiner Position als Unternehmensführung des landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters wird er vom Militärdienst freigestellt und musste nicht an die Front. Er und seine Mutter zogen von Palermo nach Capo d'Orlando wo kurz darauf auch seine Ehefrau Alexandra Wolff Stomersee einzog um dem fürchterlichen Weltkrieg zu entgehen.

1946 verstirbt seine Mutter Beatrice Mastrogiovanni Tasca di Cutò und Giuseppe zieht zusammen mit seiner Ehefrau nach Palermo. In den Folgejahren war er oft bei seinem Cousin Lucio Piccolo, einem italienischen Poeten. Zusammen mit seinem Cousin reiste er 1952 in die Lombardei nach San Pellegrino Terme einer kleinen Gemeinde in der Provinz Bergamo wo er Eugenio Montale (italienischer Poet und Nebelpreisträger für Literatur 1972) und Maria Bellonci (italienische Schriftstellerin) kennerlernte. Man sagt das er nach diesem Treffen angefangen hat seinen Roman Il Gattopardo (Der Leopard) zu schreiben.

1956 wird sein erster Roman Il Gattopardo fertig, er präsentierte sein Werk bei mehreren Verlagen die allerdings nicht daran interessiert waren das Buch zu veröffentlichen. Ein Jahr später 1957 wird bei Giuseppe Tomasi di Lampedusa ein Tumor in der Lunge diagnostiziert. Noch im selben Jahr am 23. Juli 1957 starb der Schriftsteller ohne das sein Roman Il Gattopardo veröffentlicht wurde. Er verstarb wie sein Protagonist in seinem Roman in einem Hotelzimmer in Rom, weit weg von zuhause auf der Suche nach medizinischer Hilfe.

Erst 1959 wird der Roman Il Gattopardo von Giuseppe Tomasi di Lampedusa vom Feltrinelli Verlag veröffentlicht. Noch im selben Jahr erhielt Il Gattopardo den Premio Strega einen italienischen Preis der jährlich vergeben wird. In den Folgejahren entwickelte sich das Buch zu einem Welterfolg.

Der in Mailand geborene Filmregisseur Luchino Visconti erkannte das Potenzial in diesem Roman und verfilmte das Buch. Auf den Filmfestspielen von Cannes im Jahre 1963 erhielt er damit die goldene Palme. Mitgewirkt haben in diesem Film Schauspiel wie Burt Lancaster, Claudia Cardinale und Alain Delon.

Weitere Werke wie I Racconti, I Saggi und La Letteratura Inglese die von Giuseppe Tomasi geschrieben wurden veröffentlichte man in den Folgejahren von 1961 bis 1990.

In Deutschland erschienen 1984 (Der Gattopardo) und 1985 (Die Sirene).



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