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Paolo Borselino wurde am 19 Januar 1940 in Palermo geboren
und war ein italienischer Richter und einer der bekanntesten Mafiajäger Siziliens.
Seine richterliche Karriere begann 1963 als Paolo Borsellino Mitglied der Justizbehörde von Palermo wurde.
Zusammen mit Emanuele Basile veranlasste er 1980 unter der Leitung von Rocco Chinnici die Inhaftierung
von sechs Mafiamitgliedern, einige Tage später wurde Emanuele Basile ermordet.
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Aufgrund dieses Ereignisses gründete man den Antimafia Pool in dem die Richter Borsellino, Falcone
und Barille zusammen mit den Kommissaren Ninni Cassarà und Beppe Montana zusammenarbeiteten.
Im August 1983 wurde dann auch Rocco Chinnici durch eine Autobombe ermordet. Nach diesen Taten wollte
der Antimafia Pool eine generelle Mobilmachung organisieren, man verhaftete
Tommaso Buscetta
in Brasilien.
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Il Pentito
Tommaso Buscetta alias Don Masino, ein sporadisches Mitglied der Mafia
der sich immer wieder nach Südamerika absetzte wenn es ihm zu heiß wurde. Er willigte einer Zusammenarbeit
mit Borsellino ein und wurde somit zum Pentito, für Mafiamitglieder das schlimmste was es geben kann.
Er beschrieb eine Mafiastruktur von der die Justiz bis Dato noch nichts geahnt hatte. Die Kommissare
Beppe Monatana und Ninni Cassarà des Antimafiapool wurde 1985 im Abstand von nur wenigen Tagen erschossen.
Der Mordanschlag an die zwei Mitarbeiter der Antimafia galt als Warnung an die beiden Richter mit ihren
Untersuchungen nicht zu weit zu gehen.
Maxiprozess von Palermo
Borselino und Falcone wurden daraufhin in den Sicherheitsbereich des Assinara Gefängnis gebracht wo beide
an der Beweiserhebung für den Maxiprozess von Palermo arbeiteten. Durch diesen Prozess wurden insgesamt
300 Mafiamitglieder verurteilt. Borsellino wurde 1986 zum Prokurat von
Marsala
berufen während dessen
Falcone in Palermo blieb, somit konnten beide zusammen die gesamte Westküste abdecken.
Mordanschlag gegen Giovanni Falcone
Nach einigen Jahren als Prokurat in Marsala stellte Paolo Borsellino einen Antrag auf Versetzung nach
Palermo der am 11 Dezember 1991 stattgegeben wurde.
Giovanni Falcone, seine Frau und drei seiner
Leibwächter wurden am 23 Mai 1992 durch eine Autobombe ermordet. Dieses Ereignis ging als Attentat
von Capaci
in die Geschichte ein, nie zuvor hatte die Mafia ein so gut und groß organisierten Mordauftrag
erteilt. Bei diesem Mordanschlag wurden 500 Kg Sprengstoff in einem Abflussrohr unter der Autobahn platziert
und ferngezündet als die Eskorte von Falcone über diesen Autobahnabschnitt hinweg fuhr.
Als Auftraggeber für diesen Mordanschlag wurde Salvatore alias Totò Riina verantwortlich gemacht.
Dies war der Anfang einer blutigen Mordserie in der die Mafia einen klaren Krieg gegen den Staat durchzuführen
versuchte.
Mordanschlag gegen Borsellino
Paolo Borsellino und seine Leibwächter wurden keine 2 Monate nach dem Anschlag auf Falcone durch eine
Autobombe am 19 Juli 1992 ermordet. Die Autobombe wurde in einem kleinen Fiat 127 auf der Strasse deponiert wo
die Mutter von Borsellino lebte. Als die Eskorte am Fiat 127 vorbei fuhr wurde die 100 Kg Bombe gezündet.
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Mögliche Auftraggeber
Auftraggeber in diesem Fall soll Totò Riina gewesen sein
der zu diesem Zeitpunkt als Boss der Bosse galt.
Einige Tage vor seinem Tot hatte Borsellino während
eines Interview mit MicroMega bereits angedeutet das er auf der Todesliste der Mafia sei und das es kein
Entkommen mehr geben würde.
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